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Mein visafreier Transitaufenthalt in Peking

18 Stunden Aufenthalt habe ich in Peking. Genug Zeit um zur Chinesischen Mauer zu gelangen und Peking zu erkunden. Für den bis zu 72 Stunden visafreien Transitaufenthalt ist ein bestimmter Stempel im Pass notwendig und zwar unbedingt bevor du zur Immigration gehst!

visafreier Transit in Peking

Weil ich bei meiner Vorab-Recherche wenig (deutschsprachige) Informationen über die Vorgehensweise gefunden habe, gebe ich hier meine persönlichen Erfahrungen wieder. Vielleicht hilft es dir bei deinem China Layover oder Stopover?

Flughafen Peking Schild

Es geht los: Next Stop Beijing!

So funktioniert der Antrag zum visafreien Transitaufenthalt am Flughafen Peking

Gelandet! Nachdem wir auf dem Rollfeld aufgekommen sind, rollen wir allerdings noch gut 20 Minuten bis das Flugzeug zu einem Halt kommt. Der Flughafen Peking ist groß, da dauert es eine Weile bis die Parkposition erreicht ist. Die meisten Passagiere scheinen das zu wissen oder sind einfach disziplinierter als im durchschnittlichen europäischen Inlandsflug. Ausnahmslos bleiben alle ruhig sitzen bis das Flugzeug komplett still steht und die Anschnallzeichen erlöschen.

Flugzeug Air China

Gut gelandet in Peking

Einmal im Terminal angekommen läuft das Procedere so ab.

Die Kurzfassung:

Unterhalb findest du die ausführlichere Version mit Erklärungen & Fotos.

  1. Am Automaten Pass &  Fingerabdrücke scannen –> „Passagierschein“
  2. Mit „Passagierschein“ in den nächsten Bereich
  3. Entweder gleich dort zum „“24/144 hour International Transfer“ Schalter oder vorbei  (!!) an der Immigration zum „24/144 hour International Transfer“  Schalter auf der anderen Seite.
  4. Blaue „Arrival Card for Temporary Entry Foreigners“ ausfüllen
  5. Mit Karte zum Schalter gehen –> Stempel in Pass
  6. Mit Karte & Stempel im Pass zur normalen Immigration gehen
  7. Immigration: Pass & Arrival Card vorzeigen & nochmals Fingerprint
  8. Geschafft!

Die ausführlichere Version mit meinen persönlichen Erfahrungen & Fotos:

  1. Nachdem ich den Flughafen betrete kommen bald unscheinbare blau-graue Automaten. Die Schilder sind alle mit chinesischen Schriftzeichen überseht. Ich gehe weiter. Werde allerdings bald gestoppt. Hier komme ich nur  mit einem „Passagierschein“ durch. Den bekomme ich, natürlich, bei den blau-grauen Automaten. Also zurück. Der Automat möchte meinen Pass. „Bad Reading.“ Try again“. Ui, was jetzt? Ah. Der Pass muss mit der Bild und Textseite nach unten eingelegt werden.Aber auch richtig eingelegt braucht es 3-4 Versuche bis alles richtig erkannt wird.
    grau blaue Terminal am Flughafen Peking

    Die blau-grauen Automaten. Hier werden dein Pass und deine Fingerabdrücke erfasst.

    Nachdem mein Pass erfolgreich gescannt wird, wechselt der Automat auf Deutsch und fängt an mir Anweisungen zu diktieren. „Linke Hand auflegen.“  „Nur vier Finger.“ „Nicht die Finger bewegen.“ „Rechte Hand auflegen.“ „Rechte Hand auflegen.“ Jaja. Ich mach ja schon! „Rechte Hand nicht bewegen.“ und „Beide Daumen auflegen.“ lauten die Befehle. Nach einigen Fehlversuchen klappt es und mir wird mein Passagierschein ausgedruckt.

    Passagierschein Flughafen Peking

    Der Passagierschein – damit darf ich in den nächsten Bereich passieren.

  2. Mit dem Passagierschein stelle ich mich in der Schlange an und darf dann nach einer kurzen Kontrolle in den nächsten Bereich. Soweit so gut.
  3. Gleich dahinter erblicke ich auch den richtigen Schallter  „24/144 hour International Transfer“. Der ist nur leider unbesetzt und ein Schild in chinesischen Zeichen erklärt die Öffnungszeiten. So interpretiere ich das zumindest. Was jetzt? Ich gehe zurück zur Kontrolle und frage wann der Schalter öffnet. „Later.“. Nagut. Dafür gibt es einen zweiten Schalter, der immer offen ist. Dafür gehe ich einmal durch den „Temperaturcheck-Bereich“. Hier wird deine Körpertemperatur gemessen.  Danach weiter vorbei (!!) an der Immigration und bei der Passagierscheinkontrolle auf der anderen Seite wieder hinaus. Für mich war das etwas verwirrend, weil ich gegen den Strom der Menschenmassen gehen musste. Beim mehrmaligen Nachfragen wurde mir allerdings immer bestätigt, dass ich richtig bin.
    International Transfer Passengers Transit Schild Peking

    Immer geradeaus gegen den Menschenstrom.

  4. Schalter gefunden. Tatsächlich schaut der „24/144 hour International Transfer“ ident aus, wie der auf der anderen Seite. Die Öffnungszeiten wechseln sich anscheinend ab. Bevor ich mich am Schalter anstelle, fülle ich die blaue (nicht die gelben!) „Arrival Card for Temporary Entry Foreigners“ aus. Benötigt werden Name, Geburtsdatum, Nationalität, Passnummer, Flugnummer und Kontaktdaten. Auf der unteren Seite der Karte wird dann der nächste Flug, in meinem Fall Singapur, angegeben.
    Arrival Karte Transitaufenthalt Peking

    Hier kannst du die blaue Karte ausfülle.

  5. Ist alles ausgefüllt, kannst du dich beim Schalter anstellen. Dort wird ein Foto gemacht, der Boardingpass für den Anschlussflug und die eingetragenen Daten geprüft und dann gibt es einen „Temporary Entry Permit“ Stempel in den Pass. Juhuu!
    Pass und Arrivalkarte

    Mit ausgefüllter Karte, Pass und Boarding Pass des nächsten Fluges gehe ich zum Schalter.

  6. Jetzt wieder alles zurück. Mit dem Passagierschein vom blau-grauen Automaten gehe ich wieder in den abgesperrten Bereich. Auch den Körpertemperaturmesser überwinde ich, anscheinend in Normaltemperatur, und dann bin ich bei der „Foreigner Immigration“ Schlange. Die gelben Immigration Karten muss ich für den Layover nicht ausfüllen. Die blaue Karte reicht.
    Stempel Pass

    Yess! Der Stempel hat geklappt. Jetzt geht’s ab zur normalen Immigration Schlange.

  7. Nach etwa 20 Minuten bin ich an der Reihe. Mein Pass wird kontrolliert, die obere Hälfte der blauen „Arrival Card for Temporary Entry Foreigners“ wird einbehalten, den unteren Teil bekomme ich zurück. Einmal darf ich noch meine Fingerabdrücke abgeben und dann darf ich offiziell China betreten. Den unteren Teil der blauen Karte sollst du für die Ausreise aufheben.
  8. Geschafft! Mit dem Shuttle fahre ich zur Arrival Hall. Hier ist die Gepäckausgabe und der Ausgang.

Von der Landung bis ich beim Ausgang bin sind knapp 2 Stunden vergangen. Für mich wartet ein Fahrer, der mich zur Chinesischen Mauer bringt.

Hat dir der Artikel geholfen? Falls ja, freue ich mich über deinen Kommentar. Wie hat es bei dir geklappt? Was hast du bei deinem Layover erlebt?

Mehr Infos zu den Voraussetzungen für den visafreien Aufenthalt in China findest du auch hier.


Disclaimer:

— Ich gebe hier meine rein persönlichen Erfahrungen mit dem visafreiem Aufenthalt in China weiter. Die Bestimmungen und Voraussetzungen können sich jederzeit ändern. Je nach Herkunftsland können sich diese auch unterscheiden. Informiere dich rechtzeitig vor dem Flug bei der Airline und/oder deiner Botschaft. —

 


Aufgepasst: In meinen Blogartikeln gebe ich meine persönliche Meinung, mein aktuelles Wissen und meine Erfahrung weiter. Mein Blog  ersetzt nicht die qualifizierte Beratung und Behandlung durch einen Arzt! Von mir getestete Restaurants, Cafés und Hotels können jederzeit die Art der Zubereitung und die verwendeten Zutaten ändern. Wie immer gilt für uns Zölis: Nachfragen, nachfragen, nachfragen! Ich freue mich über Anmerkungen, Tipps & Feedback!


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Jenni

Hallo! Ich bin Jenni. Zöli. Mutmacherin. Entdeckerin. Naturkind. wienverliebt. Mit glutenreise.at möchte ich dir Tipps für das Leben mit Zöliakie geben und dir Mut machen, auch mit einer Autoimmunerkrankung das Leben so richtig zu genießen. Meine Liebe zu Wien ist auf glutenreise genauso Thema, wie glutenfreie Reisen und Entdeckungen.
Jenni
Kategorie:Asien, China, Reisen
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