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Ein lehrreiches „Ernährungsseminar Zöliakie“ in Linz und wie unterschiedlich wir Zölis alle sind

Meine Erfahrungen beim Ernährungsseminar Zöliakie.

„Ich habe meine Diagnose Zöliakie seit April 2017. Mir geht es gut damit. Besonders interessiert mich das Thema Kontamination und auswärts Essen gehen in Restaurants.“ so war meine Vorstellung beim Ernährungsseminar Zöliakie der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft Zöliakie.

Ernährungsseminar Zöliakie in Linz

Etwa 40 Personen nahmen am Seminar teil. Von jung bis alt war hier jede Altersschicht vertreten. Und so breitgefächert das Alter war, waren auch die Erfahrungen jedes Betroffenen unglaublich individuell.

Bis jetzt fand ich es immer etwas eigenartig, dass ich so gar keine merkbaren Symptome habe. Weder vor der Diagnose noch danach. Mir ging es auch nicht schlagartig besser nach der Umstellung auf die glutenfreie Ernährung. Warum? Weil es mir auch vor der Zöli Zeit nie schlecht ging. Symptome bei einem Glutenunfall? Nada. Nichts. Manchmal ist das auch blöd, denn so merke ich mögliche unbewusste Diätfehler gar nicht.

Beim Ernährungsseminar habe ich erfahren, dass das normal ist. Die einen Zölis reagieren auf einen Krümel glutenhaltiges Brot. Bei anderen entwickelt sich die Zöliakie unbemerkt. Wie unterschiedlich wir Zölis alle sind. Nachdem ich gespannt die (Leidens-)Geschichten der anderen Betroffenen höre, bin ich froh, keine Symptome zu haben.

Mit Zöliakie lässt es sich wunderbar leben

Das Seminar hat mich wieder bestärkt, dass es sich gut mit Zöliakie leben lässt. Diätologin Eva Terler hat in vier kurzweiligen Stunden die wichtigsten Infos über Diagnose, glutenfreie Ernährung, Lebensmittel und Kontamination erklärt. Zwischendurch gab es viele „Ahs“ und „Ohs“. Gelernt habe ich einiges. Zum Beispiel, dass das „Kann Spuren von … enthalten“, nur eine rechtliche Absicherung ist. Oft wird vom Anwalt dazu geraten sich vor allen „Risiken“ abzusichern. Deswegen wird der Satz auf immer mehr Lebensmitteln gedruckt. Wir Zölis können das Produkt bedenkenlos essen. Ausnahmen sind hier wie immer Lebensmittel mit einer hohen Kontaminationsgefahr, wie Mehle, Müsli, usw. Noch vor wenigen Monaten habe ich verzweifelt nach glutenfreien Pfeffer gesucht, weil auf jeder Marke „Kann Spuren enthalten“ aufgedruckt war, inzwischen habe ich unglaublich viel dazu gelernt. Zöliakie ist kein Grund sich in den eigenen vier Wänden zu verstecken.

Mit Zöliakie lässt es sich wunderbar reisen

Eine weitere Kernaussage, die auch mir besonders wichtig ist: Auch mit Zöliakie lässt es sich wunderbar reisen! In Europa können wir uns glücklich schätzen mit der Allergenverordnung und dem in vielen Restaurants gut geschulten Personal. Das wichtigste beim auswärts essen gehen ist, offen mit dem Kellner oder Koch über die Zöliakie zu sprechen und gemeinsam ein verträgliches Gericht zu finden. Zum Thema Kontamination war die Aussage, dass „Gluten nicht herumspringen kann und im Internet hier oft zu sehr dramatisiert wird“. Es ist unbedingt notwendig auf Kontaminationsquellen zu achten, allerdings ist es nicht notwendig nach der Diagnose jede Gabel und jeden Teller zu ersetzen.

Mit Zöliakie lässt es sich wunderbar genießen

In der Pause gab es glutenfreie Weihnachtskekse, Torten und Gebäck mit Aufstrich zur Stärkung. Erst durch die Zöliakie lerne ich einzelne Leckerbissen so richtig schätzen. Darum war ich auch überaus glücklich, nicht nur unglaublich viel gelernt zu haben, sondern auch noch einen glutenfreien Krapfen genießen zu können.

Ernährungsseminar Zöliakie Krapfen und Torte

Das Ernährungsseminar Zöliakie war sehr gut gestaltet und ich empfehle es uneingeschränkt weiter. Ob Alter Hase oder Zöli Neuling jeder kann hier noch etwas lernen. Im Anschluss an das Seminar sind wir noch eine Nacht geblieben um Linz zu besichtigen und lecker essen zu gehen.

Hast du schon einmal bei einem Ernährungsseminar teilgenommen?

Jenni
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